Musikgeschichte als Kulturgeschichte

bullet1 Traditioneller Musikunterricht

Eine Schülerin hatte einmal zu mir gesagt: „Müssen wir uns denn wirklich mit der Musik von toten Komponisten beschäftigen? Es gibt doch genug lebendige Musik! Was geht uns die Vergangenheit an?“ So ganz Unrecht hatte diese Schülerin nicht, wie ein Blick in gängige Musiklehrbücher bestätigt. Neben Komponistenportraits mit knappen biographischen Notizen findet man vor allem typische Gattungen wie Concerto grosso, Suite, Invention, Kantate oder Fuge, meist mit Notenbeispielen und analytischen Details, dazu die entsprechenden Fachbegriffe. Inhaltlich hat sich gegenüber Musikbüchern der 60er Jahre kaum etwas geändert, z.B. enthält das Buch „Das musikalische Kunstwerk“ von Michael Alt eine ähnliche Auswahl von Komponisten und Werken, dazu Fakten aus Geistesleben, Dichtung und Kunst.

Zunehmend gibt es in neueren Lehrwerken ansprechend gestaltete Eingangsseiten mit Informationen und Bildern von Schlössern, Kirchen, Menschen und Instrumenten der Epochen Renaissance und Barock. Es finden sich Ansätze, „Lebendige Musikgeschichte“ oder „Zeitzeichen Musik“ zu vermitteln und von „Menschen und ihrer Musik“ zu berichten.



» Siehe auch: Fachorientierung